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Allgemeine Informationen zu "BEI_NRW"

Auf dieser Seite beantworten wir Ihre allgemeinen Fragen zur Nutzung des Bedarfsermittlungsinstruments BEI_NRW für den Bereich Teilhabe am Arbeitsleben.

FAQ

Fragen und Antworten

Hier finden Sie Fragen und Antworten zum Programm "BEI_NRW"

Eine Frau mit Fragezeichen über dem Kopf

Antwort:

BEI_NRW ist das Bedarfsermittlungsinstrument für die Eingliederungshilfe in Nordrhein-Westfalen. Mit BEI_NRW können individuelle Teilhabebedarfe eines Menschen mit Behinderung beschrieben werden.

Die Bedarfsermittlung mit BEI_NRW orientiert sich an der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF). Im Mittelpunkt steht immer die leistungsberechtigte Person mit ihren Wünschen und Vorstellungen. Sie wird an allen Schritten beteiligt. Die Beratungsergebnisse und konkret vereinbarte Ziele und Maßnahmen werden im BEI_NRW dokumentiert.

BEI_NRW wurde gemeinsam von den Landschaftsverbänden Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland (LVR) entwickelt. Es setzt die rechtlichen und fachlichen Vorgaben zum Gesamtplanverfahren um.

Mit BEI_NRW steht erstmalig ein Ermittlungsinstrument zur Verfügung, das sowohl für die Teilhabeplanung durch den LWL als auch perspektivisch von Werkstätten und anderen Leistungsanbietern angewendet wird.

Antwort:

In den letzten Jahren hat sich durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG) einiges geändert:

Mit dem BTHG sollen die Leistungen der Eingliederungshilfe gezielter gesteuert und dem konkreten individuellen Bedarf entsprechend personenzentriert erbracht werden. Der Mensch mit Behinderung soll seine Teilhabe selbst bestimmen können. Seine Vorstellungen und Wünsche sollen im Mittelpunkt stehen. Der LWL hat dabei in seiner Rolle als Eingliederungshilfeträger die wichtige Aufgabe, Prozesse zielgerichtet zu steuern und dabei auch zu überprüfen, ob vereinbarte Maßnahmen die gewünschte Wirkung entfalten.
BEI_NRW bildet hier den Rahmen, um die Vorstellungen der leistungsberechtigten Person, die gemeinsam mit dem LWL vereinbarten Ziele und Maßnahmen festzuhalten und die Zielerreichung zu überprüfen.

Antwort:

BEI_NRW wird seit dem Jahr 2018 schrittweise in den Kreisen und kreisfreien Städten im Gebiet des LWL eingeführt. Die Einführung konzentrierte sich zunächst auf den Teilhabebereich Soziale Teilhabe mit dem Schwerpunkt Wohnen.

Seit 2020 führt der LWL das Modellvorhaben nTA (neue Teilhabeplanung Arbeit) in drei kreisfreien Städten und drei Kreisen in Westfalen-Lippe durch. In den acht WfbM dieser Modellregionen wird das Bedarfsermittlungsinstrument mit dem Schwerpunkt Arbeit erprobt. Mit Ende der Modellphase wird BEI_NRW für den Bereich Teilhabe am Arbeitsleben voraussichtlich ab 2023 nach und nach in weiteren Kreisen und kreisfreien Städten im Gebiet des LWL eingeführt.

Sowohl die Erstbedarfsermittlung als auch die erste Fortschreibung (in der Regel nach zwei Jahren) wird zunächst durch den LWL durchgeführt. Perspektivisch sollen die Leistungserbringer selbst, also die Werkstätten und anderen Leistungsanbieter, die Fortschreibung der Leistungen übernehmen und über die webbasierte Plattform „PerSEH“ digital an den LWL übermitteln.