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Was ist KAoA-STAR?

„STAR“ - Schule trifft Arbeitswelt  ist ein Baustein von „KAoA“ -„Kein Abschluss ohne Anschluss“ – das Übergangssystem von der Schule in den Beruf in NRW. Die Berufsorientierung aller Schülerinnen und Schüler ist in NRW mit Beginn des achten Schuljahres bzw. des drittletzten Schulbesuchsjahres systematisiert und standardisiert.

Die beiden Landschaftsverbände LWL und LVR haben die Integrationsfachdienste (IFD) in ganz NRW beauftragt, KAoA-STAR vor Ort umzusetzen. Der innovative Ansatz von KAoA-STAR – eine Kombination aus individueller Unterstützung durch die IFD und die strukturelle Arbeit vor Ort – hat sich in der Praxis bewährt. Die Fachkräfte des IFD sorgen dafür, dass der rote Faden im gesamten Berufsorientierungsprozess nicht verloren geht und der Übergang in das Arbeitsleben mit besonderer Fachexpertise begleitet wird.

Die Koordinierungsstelle KAoA-STAR steht im regelmäßigen Austausch mit den Kommunalen Koordinierungsstellen, die für die Implementierung der Standardelemente im Rahmen des Landesprogrammes Sorge tragen. Weitere Informationen zum Landesprogramm KAoA finden Sie unter:

www.keinabschlussohneanschluss.nrw.de


Ein Kernelement der standardisierten Berufswegeplanung ist die individuelle Begleitung durch die Fachkraft im Übergang Schule-Beruf des Integrationsfachdienstes - IFD.

Bereits im drittletzten Schulbesuchsjahr wird allen Schülerinnen und Schülern der Zielgruppe das Angebot gemacht, an einer standardisierten Potenzialanalyse, vornehmlich hamet 2 oder hamet e, teilzunehmen. Für die Förderschwerpunkte Hören und Sehen werden spezielle Anpassungen angeboten.

Ferner werden durch Berufsfelderkundungen verschiedene Berufsbereiche betrieblich oder außerbetrieblich kennen gelernt. Im Anschluss folgt eine vertiefte Berufsfelderkundung durch Praktika, vorwiegend in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes. Im Rahmen von individuellen Berufswegekonferenzen werden alle im Prozess der Berufsorientierung Beteiligten eingebunden. Die Elternarbeit spielt während des gesamten Prozesses eine gewichtige Rolle.

Die Berufswegeplanung ist in Standardelemente gegliedert und wird an die Bedarfe der einzelnen Schülerin, des einzelnen Schülers angepasst.

Insgesamt werden die bisher eingesetzten Verfahren der Berufsorientierung und Berufswegeplanung durch eine enge Zusammenarbeit mit Eltern/Erziehungsberechtigten, Lehrerinnen und Lehrern und der Berufsberatung der Agentur für Arbeit weiterentwickelt und vernetzt.

Ziel ist es, für alle Schülerinnen und Schüler den bestmöglichen Einstieg in das Berufsleben zu finden.

Schwerpunkte und Ziele

Um die Integration in Ausbildung und Arbeit außerhalb von Werkstätten für behinderte Menschen für die Zielgruppe von KAoA-STAR zu erhöhen, sollen insbesondere folgende Schwerpunkte gesetzt werden:

  • Weiterentwicklung der Berufsorientierung vor allem unter Einbeziehung der Wirtschaft und der Möglichkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes im Übergang Schule-Beruf.
     
  • Verstärkte und verbesserte Kooperation und Vernetzung der Akteure und ihrer Ressourcen (landesweit und regional) auf allen Ebenen (strukturell und individuell) im Hinblick auf Verbindlichkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit.
     
  • Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Erfordernisse im Sinne des Gender Mainstreaming sowie Berücksichtigung der Bedarfe von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund als Querschnittziel.

Zielgruppe

Für Jugendliche mit (Schwer-)Behinderung ist der Einstieg in die Erwerbstätigkeit häufig eine besondere Herausforderung. Demgemäß sind die KAoA-STAR-Standardelemente zielgruppenspezifisch konzipiert. Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in den Bereichen:

  • Geistige Entwicklung (GG)
  • Hören und Kommunikation (HuK)
  • Körperliche und motorische Entwicklung (KME)
  • Sehen (SE)
  • Sprache (SQ)
  • und/oder mit anerkannter Schwerbehinderung
     

können, soweit diese einen behinderungsbedingten Bedarf an vertiefter Berufsorientierung aufweisen, an den KAoA-STAR-Standardelementen teilnehmen. Dieses beinhaltet, dass auch:

  • Schülerinnen und Schüler, die als 2. Förderschwerpunkt einen STAR-Förderschwerpunkt haben, - zielgleich unterrichtete Schülerinnen und Schüler mit STAR Förderschwerpunkten,
     
  • Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in den Bereichen Lernen und Emotionale und Soziale Entwicklung, für die eine anerkannte Schwerbehinderung vorliegt und
     
  • Schülerinnen und Schüler mit Autismus-Spektrum-Störungen zu dieser Zielgruppe gehören.

KAoA-STAR wird gleichermaßen sowohl an Förderschulen als auch an Schulen mit Gemeinsamem Lernen durchgeführt.

Finanzierung

KAoA-STAR wird vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW, der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit NRW sowie den Landschaftsverbänden LWL und LVR zu gleichen Teilen finanziert und in enger Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Bildung NRW umgesetzt.

Darüber hinaus werden Gelder aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union für die Umsetzung von KAoA-STAR verwendet.

Logos aller kooperierenden Akteure