Inklusionsbetriebe

bieten dauerhafte Arbeitsplätze zu tariflichen oder ortsüblichen Konditionen und erwirtschaften die zur Kostendeckung notwendigen Umsätze durch Teilnahme am allgemeinen Wirtschaftsleben. Inklusionsbetriebe sind laut Gesetz besondere Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarkts.

In Inklusionsbetrieben arbeiten Menschen mit Schwerbehinderung und nichtbehinderte Menschen zusammen. Einige Menschen mit Schwerbehinderung haben wegen ihrer Behinderung Schwierigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Sie finden in Inklusionsbetrieben einen dauerhaften sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz.

Es gibt unterschiedliche Formen von Inklusionsbetrieben:

  • Inklusionsunternehmen sind selbstständige Unternehmen. Es sollten möglichst gleich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit und ohne Schwerbehinderung beschäftigt sein.
  • Rechtlich unselbstständige Inklusionsbetriebe und -abteilungen sind Teile eines Unternehmens.

 

Als Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes werden sie von ihren Gesellschaftern in eigener Verantwortung geführt. Bestehende Inklusionsbetriebe erhalten eine öffentliche Unterstützung in Form von Nachteilsausgleichen. Diese dienen nicht der Abdeckung unternehmerischer Risiken, sondern dem Ausgleich der betriebswirtschaftlichen Nachteile, die durch die besondere Zusammensetzung der Belegschaft entstehen.

 

Förderprogramm des Bundes „Inklusionsinitiative II – AlleImBetrieb (AIB)":

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat mit dem Bundesprogramm „Inklusionsinitiative II – AlleImBetrieb“ ein Programm aufgelegt, das ermöglicht, zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze in bestehenden oder neuen Inklusionsbetrieben nach § 215 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IX) zu schaffen.

Insgesamt wurden den Bundesländern dazu 150 Mio. Euro aus dem Ausgleichsfonds zur Verfügung gestellt (davon ca. 15 Mio. Euro für den Bereich des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe).

Voraussetzung für eine Förderung eines Inklusionsbetriebes ist, dass neue Arbeits- oder Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Menschen im Sinne des § 215 Abs. 2 SGB IX geschaffen werden.

Aus den Mitteln des Programms können erbracht werden

  • Finanzielle Leistungen für den Aufbau, die Erweiterung, Modernisierung und Ausstattung einschließlich einer betriebswirtschaftlichen Beratung und für besonderen Aufwand nach § 217 SGB IX und
     
  • Leistungen bei außergewöhnlichen Belastungen nach § 27 Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung (SchwbAV).
     

Über die Förderleistungen entscheidet das LWL-Inklusionsamt Arbeit im Rahmen der zur Verfügung stehenden Finanzmittel des Bundes auf Antrag des Inklusionsbetriebes.

Aufgrund der aktuellen Finanzlage können keine weiteren Arbeits- oder Ausbildungsplätze für Menschen mit Schwerbehinderung gem. § 215 Abs. 2 SGB IX aus dem Bundesprogramm "AlleImBetrieb" gefördert werden. Derzeit sind die Bundesmittel vollständig gebunden.

Gesetzliche Grundlage der Inklusionsbetriebe

Die gesetzliche Grundlagen dieser Leistung finden Sie in §§215 bis 218 Sozialgesetzbuch 9 (SGB IX).


Förderrichtlinien

Förderrichtlinien AlleImBetrieb von www.bundesanzeiger.de (PDF-Datei)

Antragsformular Investitionskostenförderung AIB
Antragsformular Laufende Leistungen AIB
Bestätigung Betrieb erstmalige Besetzung

Betriebswirtschaftliche Beratung zum Herunterladen (PDF-Dokument, Größe: 226 KB).

Betriebswirtschaftliche Beratung (PDF-Datei, Größe: 226 KB)

Liste Inklusionsbetriebe

Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner im LWL-Integrationsamt Westfalen:

Michael Veltmann
Telefon: 0251 591-3826
E-Mail: michael.veltmann@lwl.org
 

Melanie Ahlers
Telefon: 0251 591-3885
E-Mail: melanie.ahlers@lwl.org
 

Sina Dege
Telefon: 0251 591-3778
E-Mail: sina.dege@lwl.org
 

Christian Niemand
Telefon: 0251 591-6547
E-Mail: christian.niemand@lwl.org
 

Lisa Rehermann
Telefon: 0251 591-5458
E-Mail: lisa.rehermann@lwl.org
 

Janine Schapdick
Telefon: 0251 591-5911
E-Mail: janine.schapdick@lwl.org
 

Fax: 0251 591-8119

 

Inklusionsbetriebe in Deutschland

Sie möchten eine Dienstleistung wie Catering, Gebäudereinigung, Hausmeisterservice, Gartenpflege einkaufen, ein Café besuchen oder in einem Hotel wohnen, das von Menschen mit und ohne Behinderung betrieben wird?

Schauen Sie in der REHADAT-Datenbank nach Adressen!

Hier finden Sie 700 Inklusionsbetriebe. Inklusionsbetriebe sind rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Unternehmen oder unternehmensinterne Abteilungen zur Beschäftigung von Menschen mit einer Schwerbehinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, deren berufliche Teilhabe aufgrund von Art und Schwere der Behinderung auf besondere Schwierigkeiten stößt (SGB IX, § 215).

Zielgerichtet recherchieren Sie in der Adressendatenbank im Feld Schlagwort, indem Sie zum Begriff Inklusionsbetrieb die jeweilige gewünschte Dienstleistung hinzufügen, z.B. "Inklusionsbetrieb UND Catering". Tipp: Fügen Sie noch eine regionale Einschränkung (Ort, die ersten zwei Ziffern einer Postleitzahl oder ein Bundesland) hinzu, damit der Anbieter in Ihrer Nähe ist.

Die Texte wurden für sehbehinderte Menschen durch spezielle Auszeichnung der Überschriften und Anwendung von Listenfunktionen barrierefreier als bisher gestaltet. Nicht sehbehinderten Menschen kommt die neue Textgestaltung ebenfalls durch bessere Lesbarkeit entgegen.

Die REHADAT-Datenbank und die entsprechende Suche finden Sie hier.

 

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