Ausbildung: Betriebliche/r AnsprechPartner/in Prävention (BAP-P)

2019

Kursbeschreibung

Der DAK Gesundheitsreport meldet jährlich steigende Zahlen der Arbeitsunfähigkeitstage der Versicherten. Die neuesten Zahlen aus dem Jahr 2017 belegen, dass mit rund 246 Fehltagen pro Kalenderjahr auf 100 Versicherte im Jahr 2016 die psychischen Erkrankungen weiterhin zunehmen. Anders ausgedrückt: Psychische Erkrankungen schlugen mit 17 Prozent am Gesamtkrankenstand zu Buche. Damit lagen sie hinsichtlich ihrer Bedeutung für den Krankenstand im Vergleich zum Vorjahr an zweiter Stelle.

Für Unternehmen stellen nicht nur die Fehlzeiten oder das frühzeitige Ausscheiden ihrer Mitarbeiter aus dem Berufsleben ein Problem dar. Durch die Alterung der Gesellschaft nimmt der Anteil chronisch kranker Mitarbeiter stetig zu. Darüber hinaus geben – laut WidO-Umfrage aus dem Jahr 2009 – rund zwei Drittel der Befragten an, innerhalb der letzten 12 Monate krank zur Arbeit gegangen zu sein. Nicht jeder Mitarbeiter, der fehlt, ist krank, und nicht jeder, der am Arbeitsplatz erscheint, ist gesund. Die Zunahme psychischer Belastungen und die daraus resultierenden Fehlbeanspruchungen wie dauerhafter Stress oder allgemeine Erschöpfungszustände sind in (fast) jedem Unternehmen ein Thema.

Um diesen Entwicklungen zu begegnen, sind Interventionen auf verschiedenen betrieblichen Ebenen notwendig. Eine Chance bietet die frühzeitige, angemessene und professionelle Begleitung der Beschäftigten, wenn diese psychisch beeinträchtigt oder erkrankt sind. Dies gilt sowohl präventiv als auch während bzw. nach einer Erkrankung. Als wirksam erweist sich ein kollegialer Ansprechpartner im Unternehmen, der über die notwendigen Kenntnisse für erste niederschwellige Interventionsmaßnahmen verfügt. In seiner Rolle als Berater ist der/die Betriebliche AnsprechPartner/in-Prävention ein Teil im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM).

 

Zielgruppe:
Betriebs- und Personalräte, Vertrauenspersonen der Schwerbehinderten, Arbeitsmediziner, Akteure des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, überbetriebliche Experten, Gesundheitsmanager, kompetente Mitarbeiter


Ziele:

  • In dieser Ausbildung lernen Sie, das Verhalten von Menschen mit psychischen Störungen und Suchterkrankungenbesser einzuschätzen und zu verstehen.
  • Sie lernen, eigene Unsicherheiten und Ängste im Umgang mit auffälligen Kollegen abzubauen.
  • Sie bekommen Anregungen, um auch in schwierigen Situationen angemessen und zielführend zu handeln.
  • Sie erhalten Hilfestellungen für das Gespräch sowie den Umgang mit psychisch belasteten und/oder suchterkrankten Kollegen.
  • Sie üben die lösungsorientierte Gesprächsführung.
  • Sie bekommen Hintergrundinformationen über verschiedene Krankheitsbilder und mögliche therapeutische Hilfen.
  • Sie erhalten Informationen zum Betrieblichen Präventionssystem Sucht und Psyche und einen Überblick über die relevanten Maßnahmen und Akteure für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement.
     


Ihre Ausbilder/innen:
Honorardozent:
Dipl. Psychologe Dr. Pascal Wabnitz

Mitarbeiterinnen des LWL-Präventionsfachdienstes Sucht und Psyche:

  • Anke Kirchhof-Knoch
  • Karin Martin, CDMP
  • Silke Ostermann
     


Kosten:
9.450,00 Euro zzgl. MwSt.

In den Kosten sind enthalten:

  • Individuelle Beratung durch die Ausbilder vor, während und nach der Ausbildung
  • Übernachtung und Verpflegung während der 5 Ausbildungsblöcke (12 Übernachtungen)
  • Komplette Lehrmaterialien (Materialien zu den Ausbildungsblöcken)
  • 5 Gruppen-Supervisionstermine
  • Begleitung der Praxistage durch die Ausbilder/innen
  • Betreuung der Abschlussarbeit
  • Enge Begleitung durch die Ausbilder/innen
  • Teilnahmeberechtigung an allen Fachtagungen und Spezialangeboten für LWL-zertifizierte BAP-P, -S, -Psych (kostenermäßigt)
     


Infoveranstaltung:
Eine Informationsveranstaltung findet am 23. November 2018 von 11.00 bis 14.30 Uhr in der Bernhard-Salzmann-Klinik auf dem Gelände des LWL-Klinikums Gütersloh (kostenfreie Anmeldung über silke.ostermann@lwl.org) statt.

An diesem Tag können Sie alle Fragen rund um die Ausbildung persönlich an das Ausbilder-Team stellen.


Abschluss der Ausbildung:
19. Juni 2020 - Abschlusskolloquium und Zertifikatsübergabe
 

Diese Veranstaltung wird mit insgesamt 14 Stunden für CDMP-Weiterbildung anerkannt.


Kontakt / Anmeldung

LWL-Präventionsfachdienst Sucht und Psyche
Silke Ostermann
Buxelstraße 50 / Haus 01
33334 Gütersloh
Tel.: 05241/502-2657
Fax: 05241/502-2610
silke.ostermann@lwl.org